An die PUMA SE, Herzogenaurach

Wir haben auftragsgemäß eine unabhängige, betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Angaben im Nachhaltigkeitsteil des Geschäftsberichts (im Folgenden „Bericht“) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 der PUMA SE (im Folgenden „PUMA“), durchgeführt. Nicht Gegenstand unseres Auftrags war die materielle Prüfung von produktbezogenen oder dienstleistungsbezogenen Angaben im Bericht sowie von Verweisen auf externe Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen sowie zukunftsbezogenen Aussagen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Bericht

Die gesetzlichen Vertreter von PUMA sind verantwortlich für die Aufstellung des Berichts in Übereinstimmung mit den in den G4 Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (im Folgenden: „GRI-Kriterien“) sowie in dem Corporate Accounting and Reporting Standard (Scope 1 und 2) und dem Corporate Value Chain (Scope 3) Standard vom World Resources Institute/World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) (im Folgenden: „GHG Protocol“) genannten Grundsätzen.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen und Prozessen, um die Aufstellung eines Nachhaltigkeitsberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Angaben ist.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bei der Durchführung des Auftrags haben wir die Anforderungen an die Unabhängigkeit sowie die weiteren berufsrechtlichen Vorschriften des IESBA Code of Ethics for Professional Accountants, der auf den fundamentalen Grundsätzen der Integrität, Objektivität, beruflichen Kompetenz und angemessenen Sorgfalt, Verschwiegenheit sowie berufswürdigen Verhaltens basiert, eingehalten.

Das Qualitätssicherungssystem der Deloitte GmbH basiert auf den vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 “Quality Control for Audit, Assurance and Related Service Practices” (ISQC 1) sowie ergänzend auf den nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen, insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie der Gemeinsamen Stellungnahme der WPK und des IDW: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (VO 1/2006).

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Tätigkeiten eine Beurteilung der Angaben im Nachhaltigkeitsbericht abzugeben.

Art und Umfang der betriebswirtschaftlichen Prüfung

Wir haben unseren Auftrag unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements ISAE 3000 (Revised): „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, durchgeführt. Danach haben wir den Auftrag so zu planen und durchzuführen, dass bei kritischer Würdigung mit einer begrenzten Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die Angaben in wesentlichen Belangen nicht in Überstimmung mit den GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Dies beinhaltet die Beurteilung von Risiken wesentlicher falscher Angaben im Bericht unter Einbezug der GRI-Kriterien sowie des GHG Protocol.

Unsere Prüfungshandlung umfasste folgende Prüffelder:

Strategie & Geschäftskontext
Chemikalienmanagement und Rohstoffe
Umwelt- und Sozialberichterstattung
Emissionsberichterstattung (Scope 1, 2 und 3)
Logistik
Lieferkettenmanagement
(inkl. Sozial- und Umweltmanagementsystem)
Personal

Im Rahmen unseres Auftrags haben wir unter anderem folgende Tätigkeiten durchgeführt:

Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern
Befragung von Mitarbeitern, die in die Erstellung des Berichts einbezogen wurden, über den Erstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über ausgewählte Angaben im Nachhaltigkeitsbericht (Vor-Ort-Gespräche sowie Telefonkonferenzen)
Analytische Beurteilung ausgewählter Angaben im Bericht
Abgleich ausgewählter Angaben mit den entsprechenden Daten im Konzernabschluss und Konzernlagebericht
Beurteilung der Darstellung der ausgewählten Angaben zur Nachhaltigkeitsleistung

Urteil

Auf der Grundlage unserer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen hinsichtlich der Angaben zu Wesentlichkeitsanalyse, Management-Ansätzen sowie quantitativen und qualitativen Angaben im Bericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 von PUMA in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den GRI-Kriterien und dem GHG Protocol aufgestellt worden sind.

Hinweis und Empfehlung

Unabhängig von unserer Beurteilung empfehlen wir zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung:

Priorisierung und konsequente Implementierung der aus dem 10FOR20 Action Plan abgeleiteten Maßnahmen in die operativen Geschäftsprozesse
Weiterentwicklung von automatisierten und vereinfachten Report-Mechanismen unter Gebrauch bestehender Systemapplikationen
Erweiterung und kontinuierliche Verbesserung des Prozesses hinsichtlich Bereitstellung, Validierung und Konsolidierung von S- und E-KPIs

Wir erstellen diese Bescheinigung auf Grundlage des mit PUMA geschlossenen Auftrags. Die betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit wurde für Zwecke von PUMA durchgeführt und die Bescheinigung ist nur zur Information von PUMA über das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit bestimmt. Die Bescheinigung ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein PUMA gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

München, 17. Februar, 2017

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft