Weltkonjunktur

Die Weltkonjunktur hat die konjunkturelle Talsohle im Verlauf des Jahres 2016 durchschritten. Die Expansion der Weltwirtschaft war 2016 insgesamt schwach, hat sich aber zuletzt ab Jahresmitte leicht beschleunigt. Laut der Winterprognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird der Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2016 3,1% betragen. Dies ist erneut etwas unter dem Niveau des bereits schwachen Vorjahres und entspricht dem niedrigsten Zuwachs seit dem Krisenjahr 2009.

Die konjunkturelle Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war weiterhin moderat. So expandierte das BIP in den Vereinigten Staaten (+1,6%), Großbritannien (+1,6%), dem Euroraum (+1,7%) und in Japan (+1,0%) auf ähnlich verhaltenem Niveau.

Die Wirtschaft in den Schwellenländern entwickelte sich zuletzt insgesamt wieder stärker, in einzelnen Ländern sind die Probleme aber nach wie vor groß. Während in China das BIP dank einer expansiven Wirtschaftspolitik deutlich zulegte (+6,6%), blieben Russland (-0,6%) und Brasilien (-3,5%) in der Rezession.

Sportartikelbranche

Die globale Sportartikelindustrie ist 2016 solide gewachsen. Die wesentlichen Wachstumstreiber waren der Anstieg der Konsumausgaben aufgrund höherer Einkommen und die weltweit gestiegene sportliche Betätigung. Auch der Trend, dass immer mehr Frauen sportlich aktiv sind, trug zu der positiven Entwicklung bei. Zusätzlich setzte sich der globale Sportmodetrend weiter fort.

Darstellung der Umsatzentwicklung 2016 im Vergleich zum Ausblick 2015

Im Geschäftsbericht 2015 hatte PUMA für das Geschäftsjahr 2016 einen währungsbereinigten Anstieg der konsolidierten Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Diese Prognose wurde unterjährig bestätigt und im Gesamtjahr 2016 sogar leicht übertroffen.

Die Umsatzentwicklung wird im Folgenden detailliert erläutert.

Konsolidierte Umsätze

PUMA hat die konsolidierten Umsätze im Geschäftsjahr 2016 in der Berichtswährung Euro um 7,1% auf € 3.626,7 Mio. steigern können. Währungsbereinigt verbesserten sich die Umsätze um 10,2%. Mit diesem Ergebnis wurde die Prognose eines währungsbereinigten Umsatzwachstums im hohen einstelligen Prozentbereich sogar leicht übertroffen. Alle Regionen und Produktsegmente trugen zu dieser positiven Entwicklung bei.

Der Haupttreiber für das Umsatzwachstum war das für PUMA bedeutendste Segment Schuhe, das zum Ende des Geschäftsjahres 2016 einen seit zehn Quartalen anhaltenden Wachstumstrend verzeichnen konnte: Gestützt durch die Kategorien Running, Sportstyle sowie Fundamentals erhöhte sich der Umsatz in der Berichtswährung Euro um 8,0% auf €1.627,0 Mio. Währungsbereinigt wurde ein Umsatzwachstum von 12,6% erzielt. Der Anteil dieses Segments am konsolidierten Umsatz erhöhte sich von 44,5% im Jahr 2015 auf 44,9% im Berichtsjahr.

Im Segment Textilien verbesserten sich die Umsätze in der Berichtswährung Euro um 7,1% auf € 1.333,2 Mio. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 9,6%. Alle Produktkategorien trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die stärksten Zuwächse wurden dabei in der Kategorie Sportstyle, insbesondere mit Produkten für Frauen, erzielt. Bezogen auf den Konzernumsatz lag der Anteil des Segments Textilien bei 36,8% (Vorjahr: 36,7%)

Die Umsätze im Segment Accessoires erhöhten sich trotz einer stabilen Geschäftsentwicklung bei Golfschlägern in der Berichtswährung Euro um 4,7% auf € 666,5 Mio. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 5,9%. Der Anteil am Konzernumsatz verringerte sich auf 18,4% (Vorjahr: 18,8%).

Einzelhandelsaktivitäten

Zu den eigenen Einzelhandelsaktivitäten zählen die PUMA-Stores, Factory-Outlets und Online-Verkäufe mit jeweils direktem Vertrieb an unsere Konsumenten („Direct to Consumer-business“). Neben der regionalen Verfügbarkeit gewährleisten sie einen kontrollierten Abverkauf der PUMA-Produkte sowie die Präsentation der Marke PUMA in einem zu unserer Markenpositionierung passenden Umfeld.

Die Umsätze der eigenen Einzelhandelsaktivitäten verbesserten sich im Geschäftsjahr 2016 währungsbereinigt um 12,5% auf € 794,3 Mio. Dies entspricht einem Anteil von 21,9% am Gesamtumsatz (Vorjahr: 21,4%). Das Umsatzwachstum wurde dabei sowohl auf vergleichbarer Flächen-Basis in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften als auch durch die gezielte Erweiterung des Portfolios an eigenen Einzelhandelsgeschäften erzielt. Neben der Eröffnung weiterer Retailgeschäfte umfasste die Optimierung des Portfolios auch die Modernisierung bestehender Einzelhandelsgeschäfte sowie das Ausrollen des „Forever Faster“-Storekonzepts an weiteren Standorten. Dieses ermöglicht eine noch attraktivere Präsentation der PUMA-Produkte und der dazugehörigen Technologien und stärkt PUMAs Positionierung als Sportmarke.

Das E-Commerce-Geschäft verzeichnete, gestützt durch die Ausweitung des Produktangebots in den Online-Stores sowie durch die Eröffnung weiterer Online-Plattformen, ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Unsere Verkaufsförderungsmaßnahmen an speziellen Tagen im Online-Geschäft, wie beispielsweise am 11. November, dem größten Onlineshopping-Tag der Welt, oder dem sogenannten „Cyber-Monday“, verliefen dabei besonders erfolgreich. Zudem stieß die Einführung neuer Produkte, zum Beispiel aus der „FENTY PUMA by Rihanna“-Kollektion, auf außergewöhnlich hohe Resonanz bei unseren Online-Kunden.

Lizenzgeschäft

PUMA vergibt für verschiedene Produktsegmente (z.B. Parfüm, Brillen und Uhren) Lizenzen an unabhängige Partner, die neben Design und Entwicklung auch für den Vertrieb dieser Produkte zuständig sind. Darüber hinaus sind noch einige Vertriebslizenzen für verschiedene Märkte in den Lizenzumsätzen enthalten.

Die Lizenzumsätze verringerten sich in 2016 aufgrund des Auslaufens einzelner Lizenzvereinbarungen in der Berichtswährung Euro sowie währungsbereinigt um 4,3% auf €104,3 Mio. Hiervon entfielen € 15,7 Mio. oder 15,1% auf Lizenz- und Provisionseinnahmen gegenüber € 16,5 Mio. (15,1%) im Vorjahr.

Darstellung der Ertragsentwicklung 2016 im Vergleich zu 2015

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2015 prognostizierte PUMA für das Geschäftsjahr 2016 eine Rohertragsmarge auf Niveau des Vorjahres (45,5%), da PUMA Gegenmaßnahmen geplant hatte, um die negativen Einflüsse aus der Entwicklung der Fremdwährungskurse auszugleichen. Bei den sonstigen operativen Erträgen und Aufwendungen erwartete PUMA einen Anstieg in einem mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, da die Investitionen in Marketing, eigene Einzelhandelsgeschäfte und in IT-Infrastruktur fortgesetzt werden sollten. Die Prognose für das operative Ergebnis (EBIT) lag in einer Bandbreite zwischen € 115 Mio. und € 125 Mio. Zudem wurde eine entsprechende Verbesserung des Konzerngewinns erwartet. Diese Prognosen wurden unterjährig bestätigt und im Gesamtjahr 2016 in vollem Umfang erreicht beziehungsweise in Bezug auf die Rohertragsmarge sowie das operative Ergebnis sogar leicht übertroffen. Damit konnte PUMA die für 2016 angestrebte Verbesserung des operativen Ergebnisses beziehungsweise der operativen Marge erreichen.

Die Ertragsentwicklung wird im Folgenden detailliert erläutert.

Rohertragsmarge

Der Rohertrag verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 um 7,5% von € 1.540,2 Mio. auf €1.656,4 Mio.

Die Rohertragsmarge erhöhte sich um 20 Basispunkte von 45,5% auf 45,7%, da PUMA durch selektive Preiserhöhungen und Verbesserungen in der Beschaffung die negativen Währungskurseinflüsse, aufgrund des stärkeren US-Dollars gegenüber einer Vielzahl an Währungen, mehr als ausgleichen konnte. Des Weiteren hatte der gestiegene Anteil an Umsätzen durch eigene Einzelhandelsaktivitäten einen positiven Einfluss auf die Rohertragsmarge.

Dementsprechend erhöhte sich die Rohertragsmarge im Segment Schuhe von 41,2% im Vorjahr auf 42,5%. Bei den Textilien war ein Rückgang von 49,3% auf 48,4% zu verzeichnen und die Rohertragsmarge für Accessoires blieb nahezu unverändert bei 47,9%.

Sonstige operative Erträge und Aufwendungen

Der konsequente Fokus auf die strikte Kontrolle der sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen hatte bei PUMA auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin eine hohe Priorität.

Dennoch wurden gezielt weitere Investitionen im Bereich Marketing getätigt, um die Markenbegehrtheit von PUMA zu steigern und PUMA als schnellste Sportmarke der Welt zu positionieren. Ebenso wurden die Investitionen in die Modernisierung der eigenen Einzelhandelsgeschäfte sowie in das weitere Ausrollen des „Forever Faster“-Storekonzepts fortgesetzt. Die Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte trug ebenfalls zur Erhöhung der sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen bei. Darüber hinaus wurde die Modernisierung unserer IT-Infrastruktur weiter vorangetrieben.

Die sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 5,7% von € 1.460,5 Mio. auf € 1.544,5 Mio. In Prozent vom Umsatz verbesserte sich die Kostenquote von 43,1% auf 42,6%. Der Rückgang der Kostenquote spiegelt den erzielten operativen Leverage wider und trägt wesentlich zum Anstieg des operativen Ergebnisses bei.

Innerhalb der Vertriebsaufwendungen kam es bei den Aufwendungen für Marketing/Retail zu einer Steigerung um 5,0% von € 697,6 Mio. auf € 732,3 Mio. Diese Entwicklung steht vorrangig in Verbindung mit der konsequenten Weiterführung der „Forever Faster“-Markenkampagne sowie der gestiegenen Anzahl an eigenen Einzelhandelsgeschäften. Aufgrund des starken Umsatzwachstums verringerte sich die Kostenquote dennoch von 20,6% auf 20,2%. Die übrigen Vertriebsaufwendungen beliefen sich auf € 450,1 Mio. und erhöhten sich damit um 1,7%. Die Kostenquote verringerte sich von 13,1% auf 12,4%.

Die Aufwendungen für Produktmanagement und Merchandising stiegen um 11,2% auf €41,7 Mio. Die Kostenquote blieb mit 1,2% nahezu stabil (Vorjahr: 1,1%). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung reduzierten sich um 8,4% auf € 52,0 Mio., was einer Kostenquote von 1,4% (Vorjahr: 1,7%) entspricht.

Die sonstigen operativen Erträge verringerten sich von € 23,9 Mio. im Vorjahr auf € 0,9 Mio. in 2016. Der Rückgang resultierte aus der niedrigeren Umlage für Entwicklungskosten sowie aus den einmaligen Erträgen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Tretorn Markenrechte im Vorjahr.

Die Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen erhöhten sich um 7,8% von € 249,8 Mio. auf € 269,3 Mio. Der Anstieg resultierte unter anderem aus höheren Aufwendungen für IT und Wertberichtigungen für Forderungen. Die übrigen Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen blieben demgegenüber nahezu konstant. Die Kostenquote der Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen belief sich unverändert auf 7,4%. Abschreibungen sind in den jeweiligen Kosten mit insgesamt € 59,9 Mio. (Vorjahr: € 57,5 Mio.) enthalten. Dies entspricht einem Anstieg der Abschreibungen um 4,1% gegenüber dem Vorjahr.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis erhöhte sich 2016 um 32,6% von € 96,3 Mio. auf € 127,6 Mio. Dieses Ergebnis liegt leicht über der prognostizierten Bandbreite für das EBIT zwischen € 115 Mio. und € 125 Mio.

Die operative Marge verbesserte sich demzufolge von 2,8% im Jahr 2015 auf 3,5% im Berichtsjahr. Dies ist im Wesentlichen auf das Wachstum der Umsätze in Verbindung mit dem nur moderaten Anstieg der sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen und der gleichzeitigen leichten Verbesserung der Rohertragsmarge zurückzuführen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich 2016 von € -11,2 Mio. im Vorjahr auf € -8,7 Mio. Bei nahezu stabilen Finanzerträgen von € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 11,2 Mio.) verringerten sich im Geschäftsjahr die Zinsaufwendungen von € 14,4 Mio. auf € 13,4 Mio. sowie die Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen von € 8,2 Mio. auf € 6,4 Mio. Das Ergebnis aus dem assoziierten Unternehmen Wilderness Holdings Ltd, das ebenfalls in das Finanzergebnis einfließt, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.).

Gewinn vor Steuern (EBT)

Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete PUMA einen Gewinn vor Steuern von € 118,9 Mio. Dies entspricht einer Verbesserung von 39,8% gegenüber dem Vorjahr (€ 85,0 Mio.). Der Steueraufwand lag bei € 30,5 Mio. im Vergleich zu € 23,3 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang der Steuerquote von 27,5% auf 25,7% in 2016 resultierte im Wesenlichen aus der Anpassung von Steuerrückstellungen nach Beendigung der zugrundeliegenden Betriebsprüfungen.

Nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Ergebnisse

Die Ergebnisse, welche den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen sind, beziehen sich auf unsere „Joint Ventures“ auf dem nordamerikanischen Markt und erhöhten sich 2016 um 5,8% auf € 26,0 Mio. (Vorjahr: € 24,6 Mio.). Diese Gesellschaften betreffen Janed, welche Socken und Bodywear vertreibt, PUMA Accessories North America (vormals: PUMA Wheat Accessories) sowie PUMA Kids Apparel, die sich auf den Vertrieb von Kleidung für Kinder konzentriert.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 68,0% von € 37,1 Mio. auf €62,4 Mio. Ausschlaggebend für die Verbesserung waren insbesondere das Wachstum der Umsätze in Verbindung mit dem nur moderaten Anstieg der sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen bei gleichzeitig leichter Verbesserung der Rohertragsmarge. Die Verbesserung des Finanzergebnisses sowie die niedrigere Steuerquote trugen ebenso zum Anstieg des Konzernergebnisses bei.

Infolgedessen stieg der Gewinn pro Aktie sowie der verwässerte Gewinn pro Aktie um 68,0% auf € 4,17 gegenüber € 2,48 im Vorjahr.

Die Dividendenpolitik der PUMA SE orientiert sich im Wesentlichen an der Entwicklung des Konzernergebnisses sowie des Freien Cashflows.

Die geschäftsführenden Direktoren schlagen dem Verwaltungsrat und der Hauptversammlung am 12. April 2017 vor, für das Geschäftsjahr 2016 aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der PUMA SE eine Dividende in Höhe von €0,75 je Aktie auszuschütten (Vorjahr: €0,50). Die Erhöhung der Dividende resultiert aus der Verbesserung des Konzernergebnisses sowie des Freien Cashflows im abgelaufenen Geschäftsjahr. In Prozent des Konzernergebnisses beträgt die Ausschüttungsquote 18,0% gegenüber 20,2% im Vorjahr. Die Auszahlung der Dividende soll in den Tagen nach der Hauptversammlung, die über die Ausschüttung beschließt, erfolgen.

Das Wachstum der konsolidierten Umsätze von währungsbereinigt 10,2% im Jahr 2016 ist auf eine positive Entwicklung aller Regionen zurückzuführen.

In der Region EMEA war die Wachstumsdynamik besonders hoch. Die Umsätze in der Berichtswährung Euro erhöhten sich um 9,9% auf € 1.382,7 Mio. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg der Umsätze von 13,2%. Besonders starke Impulse kamen dabei aus Frankreich und der Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), die ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichneten. Zudem entwickelten sich Russland und Südafrika ebenfalls mit einem zweistelligen Umsatzwachstum sehr gut. Bezogen auf den Konzernumsatz erhöhte sich der Anteil der Region EMEA von 37,1% im Vorjahr auf 38,1% im Geschäftsjahr 2016.

Mit Blick auf die Produktsegmente verzeichneten alle drei Segmente währungsbereinigt ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die Umsätze mit Schuhen stiegen währungsbereinigt um 13,4%. Bei den Textilien verbesserten sich die Umsätze währungsbereinigt um 14,6% und bei den Accessoires konnte währungsbereinigt ein Umsatzanstieg von 10,9% erzielt werden.

Die Umsätze in der Region Amerika legten in der Berichtswährung Euro um 2,2% auf €1.339,6 Mio. zu. Währungsbereinigt erhöhten sich die Umsätze um 8,3%, wobei sowohl Nord- als auch Lateinamerika zum Wachstum beitrugen. Die Umsatzentwicklung in der Berichtswährung Euro war 2016 weiterhin durch die Schwäche der Währungen in Lateinamerika, insbesondere in Argentinien, belastet. Der Anteil der Region Amerika am Konzernumsatz reduzierte sich demzufolge von 38,7% auf 36,9%.

Bei den Segmenten waren vor allem Schuhe der Treiber des Wachstums: Währungsbereinigt verbesserte sich der Umsatz um 11,4%. Die Umsätze mit Textilien erhöhten sich währungsbereinigt um 7,7% und Accessoires verzeichneten einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 1,9% im Vergleich zum Vorjahr.

In der Region Asien/Pazifik verbesserten sich die Umsätze in der Berichtswährung um 10,5% auf € 904,5 Mio. Währungsbereinigt erhöhten sich die Umsätze um 8,5%. Haupttreiber des Wachstums in der Region waren vor allem China mit einem zweistelligen Umsatzanstieg, gefolgt von Indien, wo ebenfalls eine starke Umsatzentwicklung verzeichnet wurde. Das schwierige Marktumfeld in Japan und Korea ermöglichten demgegenüber in 2016 nur eine stabile Umsatzentwicklung. Der Anteil der Region Asien/Pazifik am Konzernumsatz stieg von 24,2% auf 24,9% im Jahr 2016.

In Bezug auf die Produktsegmente konnte das Segment Schuhe das starke Wachstum weiter fortsetzen. Die Umsätze mit Schuhen stiegen währungsbereinigt um 13,5%. Bei Textilien erhöhten sich die Umsätze währungsbereinigt um 5,7% und Accessoires legten währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% zu.

Eigenkapitalquote

PUMA verfügt unverändert über eine äußerst solide Kapitalausstattung: Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2016 um 5,5% von € 2.620,3 Mio. auf € 2.765,1 Mio. Da sich das Eigenkapital um 6,4% von € 1.619,3 Mio. auf € 1.722,2 Mio. erhöhte, verbesserte sich die Eigenkapitalquote dementsprechend um 0,5 Prozentpunkte von 61,8% auf 62,3%.

Working Capital

Trotz der deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse sowie der gestiegenen Anzahl an eigenen Einzelhandelsgeschäften erhöhte sich das Working Capital im abgelaufenen Geschäftsjahr nur geringfügig um 0,7% von € 532,9 Mio. auf € 536,6 Mio. Dies unterstreicht die starke Leistung im Working Capital-Management. Um die Warenverfügbarkeit auch bei verstärkter Nachfrage zu gewährleisten und den erhöhten Warenbedarf aufgrund neuer Einzelhandelsgeschäfte zu decken, stiegen die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 9,4% von € 657,0 Mio. auf € 718,9 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 3,3% von € 483,1 Mio. auf € 499,2 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 11,7% und summierten sich zum 31. Dezember 2016 auf € 580,6 Mio. im Vergleich zu € 519,7 Mio. im Vorjahr.

Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte, die den Marktwert der derivativen Finanzinstrumente beinhalten, erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 55,4% auf € 79,2 Mio.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, die sich im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zusammensetzen, sind vor allem aufgrund der Investitionen in eigene Einzelhandelsgeschäfte, IT-Infrastruktur und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes an der Konzernzentrale in Herzogenaurach um 7,6% auf € 770,2 Mio. angestiegen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von €103,9 Mio. auf € 46,6 Mio. Der Rückgang resultierte aus der Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, welche im Rahmen der Finanzierungstätigkeit bei im Kering-Konzern einbezogenen Unternehmen bestanden.

Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um 32,8% auf € 31,6 Mio. resultierte insbesondere aus einem Rückgang des Zinssatzes zur Bewertung bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, da sich die Renditen von erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen am Markt verringert haben. Der sich daraus ergebende versicherungsmathematische Verlust ist entsprechend der IFRS-Bilanzierungsgrundsätze dem Sonstigen Ergebnis zugeordnet.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 61,8% auf € 53,3 Mio. Der Anstieg ist bedingt durch langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der Genesis Group International Ltd. sowie der Aufnahme eines langfristigen Bankdarlehens für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes.

Der Brutto Cashflow verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 aufgrund des höheren Vorsteuergewinns um 36,0% von € 134,5 Mio. auf € 182,9 Mio. Das Finanzergebnis sowie die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge, welche insbesondere die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten, betrugen in 2016 € 64,1 Mio.

Die starke Leistung beim Working Capital-Management trug maßgeblich zur Verbesserung des Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit bei. Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich insgesamt ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von €131,1 Mio. gegenüber einem Mittelabfluss von €37,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die deutliche Verbesserung resultiert insbesondere aus der positiven Entwicklung des Netto-Umlaufvermögens*. Während im Vorjahr beim Netto-Umlaufvermögen ein Mittelabfluss von € 125,1 Mio. verzeichnet wurde, ergab sich in 2016 mit € -0,2 Mio. ein fast vollständig ausgeglichener Cashflow. Der Mittelabfluss aus Steuer-, Zins- und Dividendenzahlungen erhöhte sich demgegenüber um 10,9% auf € 51,6 Mio.

* 
Das Nettoumlaufvermögen beinhaltet das Working Capital sowie die kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche nicht dem Working Capital zuzurechnen sind.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr um 31,9% von € 61,7 Mio. auf € 81,4 Mio. Die Zahlungen für den Erwerb von Beteiligungen resultierten 2016 zum Großteil aus der Akquisition der Genesis Group International Ltd. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrafen im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen Investitionen in eigene Einzelhandelsgeschäfte, IT-Infrastruktur und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes in Herzogenaurach. Die Investitionen stiegen von € 79,0 Mio. im Vorjahr auf € 84,3 Mio. an. Der Rückgang bei den anderen Investitionstätigkeiten stand im Zusammenhang mit niedrigeren Einzahlungen aus Anlagenabgängen.

Der Freie Cashflow vor Akquisitionen ergibt sich als Saldo der Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäfts- und Investitionstätigkeit. Zudem erfolgt eine Bereinigung um Auszahlungen, die im Zusammenhang mit Akquisitionen stehen. In Folge des gestiegenen Vorsteuergewinns und der starken Verbesserung des Cashflows aus dem Netto-Umlaufvermögen verbesserte sich der Freie Cashflow vor Akquisitionen um € 154,8 Mio. von € -98,3 Mio. auf € 56,5 Mio. In Prozent vom konsolidierten Umsatz betrug der Freie Cashflow vor Akquisitionen 1,4% gegenüber -2,9% im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit für das Geschäftsjahr 2016 ergab sich im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen an die Anteilseigner der PUMA SE in Höhe von € 7,5 Mio., Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von €19,3 Mio. sowie aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten. PUMA hat im Geschäftsjahr 2016 Finanzverbindlichkeiten, die bei dem Mehrheitsaktionär Kering im Rahmen der Finanzierungstätigkeit im Vorjahr aufgenommen wurden, zurückgezahlt. Hierdurch ergab sich in der Summe ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von € 61,1 Mio. gegenüber Mittelzuflüssen in Höhe von € 28,9 Mio. im Vorjahr.

Zum 31. Dezember 2016 verfügte PUMA über flüssige Mittel (Finanzmittelfonds) von €326,7 Mio., was einem leichten Rückgang von 3,6% im Vergleich zum Vorjahr (€ 338,8 Mio.) entspricht. Darüber hinaus verfügte die PUMA-Gruppe zum 31. Dezember 2016 über Kreditlinien von insgesamt € 487,6 Mio. (Vorjahr: € 401,7 Mio.). Die nicht ausgenutzten Kreditlinien betrugen zum Bilanzstichtag € 433,1 Mio. gegenüber € 306,0 Mio. im Vorjahr.

Wir sind mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. PUMA konnte die finanziellen Ziele für 2016 vollständig erreichen und teilweise sogar leicht übertreffen. Das Umsatzwachstum (währungsbereinigt +10,2%) zeigt, dass wir mit der Steigerung unserer Markenbegehrtheit sowie der Verbesserung unseres Produktangebots auf dem richtigen Weg sind. Ebenso hat sich der Abverkauf unserer Produkte in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften sowie bei unseren Kunden im Großhandel deutlich verbessert. Auch mit Blick auf die Profitabilität konnten wir uns deutlich steigern und nach rückläufigen Ergebnissen in den Vorjahren wieder eine Verbesserung beim operativen Ergebnis, dem Konzernergebnis und dem Gewinn je Aktie erzielen. Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, dank einer leicht verbesserten Rohertragsmarge und der nur moderat angestiegenen sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen, deutlich verbessert (EBIT €127,6 Mio., +32,6%).

Mit Blick auf die Konzernbilanz sind wir der Ansicht, dass PUMA unverändert über eine äußerst solide Kapitalausstattung verfügt (Eigenkapital von rund € 1,7 Mrd., Eigenkapitalquote 62,3%). Zudem hat der konsequente Fokus auf das Management des Working Capitals dazu beigetragen, dass sich das Working Capital gegenüber dem Vorjahr trotz des deutlichen Umsatzanstiegs nur geringfügig um 0,7% erhöht hat.

Die Verbesserung der Ertragslage sowie der Fokus auf das Working Capital haben im abgelaufenen Geschäftsjahr auch zu einer deutlichen Verbesserung des Cashflows geführt. Der Freie Cashflow vor Akquisitionen hat sich von € -98,3 Mio. im Vorjahr auf € 56,5 Mio. verbessert. Der Bestand an Flüssigen Mitteln beträgt zum Bilanzstichtag € 326,7 Mio.

Dadurch zeichnet sich der PUMA-Konzern zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts durch eine insgesamt gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Dies ermöglicht es uns für das Geschäftsjahr 2016 die Dividende zu erhöhen und der Hauptversammlung am 12. April 2017 eine um € 0,25 höhere Dividende je Aktie von nunmehr € 0,75 je Aktie vorzuschlagen.