Nach dem Bilanzstichtag hat es keine Ereignisse gegeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Weltkonjunktur

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht in seiner Winterprognose 2016 davon aus, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2017 um 3,5% wachsen wird. Für 2018 erwartet das IfW einen Anstieg der globalen Produktion um 3,6%.

Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften soll sich in den kommenden zwei Jahren in leicht verstärktem Tempo fortsetzen. Anregend wirken die insgesamt weiter expansive Geldpolitik, zunehmende Impulse von der Finanzpolitik und eine allmähliche Beschleunigung des Lohnanstiegs. Während die Vereinigten Staaten mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 2,5% (2017) bzw. 2,7% (2018) voraussichtlich ein für die Ländergruppe überdurchschnittliches Wachstum erzielen werden, sollen die Werte für den Euroraum in beiden Jahren bei 1,7% liegen.

Die Expansion in den Schwellenländern dürfte sich in den nächsten beiden Jahren sukzessive beleben, aber angesichts weiterhin relativ niedriger Rohstoffpreise und vielfach ungelöster struktureller Probleme keine große Dynamik entfalten.

Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung sieht das IfW vorrangig im Zusammenhang mit politischen Unsicherheiten. Die Auswirkungen des Wechsels im US-Präsidentenamt auf die Konjunktur sind derzeit noch schwer abzuschätzen. In mehreren großen Ländern Europas stehen 2017 Wahlen an. Zudem ist unklar, auf welche Weise der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa verändern wird.

Sportartikelbranche

Für das Jahr 2017 erwarten wir weiterhin ein stabiles Wachstum der globalen Sportartikelindustrie, sofern es keine wesentlichen negativen Auswirkungen vonseiten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gibt. Wir gehen davon aus, dass sich die maßgeblichen Einflüsse und Trends der letzten Jahre fortsetzen werden. Steigende Löhne dürften weiterhin den privaten Konsum weltweit ankurbeln. Das steigende Gesundheitsbewusstsein und die damit einhergehende Zunahme der sportlichen Betätigung der Konsumenten dürfte weiterhin zu einer steigenden Nachfrage nach Sportartikeln führen. Darüber hinaus dürften Verbesserungen in der Sportinfrastruktur und Regierungsinitiativen zur Förderung von Sport, wie beispielsweise in China, das Wachstum der Sportartikelbranche fördern. Auch die sportlichen Großereignisse im Jahr 2017, unter anderem die Fußball-Afrikameisterschaft in Gabun und die IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London, dürften dazu beitragen das Wachstum der Sportartikelbranche zu unterstützen.

Ausblick 2017

Auf Basis der Geschäftsentwicklung 2016 mit anhaltendem Umsatzwachstum und verbesserter Profitabilität sind wir zuversichtlich, dass PUMA das Momentum, das wir als Marke gewonnen haben, auch zukünftig fortsetzen kann. 2017 werden wir weiter in unser Marketing investieren und unsere „Forever Faster“-Markenkampagne fortführen. Hierzu werden wir erneut auf unsere wichtigsten Markenbotschafter setzen, um PUMA als schnellste Sportmarke der Welt zu positionieren und unsere Markenbegehrtheit zu steigern. Dazu zählen unter anderem Athleten wie der schnellste Mann der Welt und Sportikone, Usain Bolt, die beiden Weltklasse-Stürmer Sergio Agüero und Antoine Griezmann, Golfstar Rickie Fowler, die Fußballvereine Arsenal London und Borussia Dortmund, aber auch weltweit bekannte Künstler wie die mit zahlreichen Platin-Alben ausgezeichnete Sängerin, Designerin und Unternehmerin Rihanna, Kylie Jenner, Cara Delevingne und der R&B-Star The Weeknd.

Wir werden weiterhin sehr eng mit unseren Handelspartnern zusammenarbeiten. Mit unserem verbesserten Produktangebot, das kürzlich lancierte Styles wie Fierce, Basket Heart, IGNITE Dual und IGNITE Evoknit sowie die FENTY PUMA by Rihanna-Kollektion umfasst, werden wir weiter konsequent daran arbeiten, noch mehr relevante PUMA-Produkte auf den Verkaufsflächen unserer Einzelhandelspartner anzubieten. In Kombination mit weiteren Investitionen in unsere eigenen Einzelhandels- und Online-Geschäfte werden wir auch den direkten Vertrieb an unsere Konsumenten weiter stärken. Dies sollte es uns ermöglichen, neue Kunden zu gewinnen, unsere Marktanteile in vielen Ländern weltweit zu erhöhen und unseren Abverkauf in allen Produktkategorien zu verbessern.

Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. In Bezug auf die Rohertragsmarge rechnen wir mit einer Verbesserung auf zirka 46,0% (2016: 45,7%). Aufgrund der anhaltenden Investitionen in das Marketing, in die Modernisierung und Ausweitung unseres eigenen Einzelhandelsnetzwerkes sowie in die IT-Infrastruktur erwarten wir einen Anstieg der operativen Aufwendungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Zugleich wird das Management weiterhin einen starken Fokus auf die konsequente Kostenkontrolle der übrigen operativen Aufwendungen legen.

Bei dem derzeitigen Wechselkursniveau erwartet das Management 2017 eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) gegenüber dem Vorjahr. Die Verbesserung des EBIT resultiert aus dem operativen Leverage, da die Umsätze stärker ansteigen als die operativen Aufwendungen, und sich zudem gleichzeitig die Rohertragsmarge leicht verbessern sollte. Die Prognose für das operative Ergebnis des Gesamtjahres 2017 liegt daher in einer Bandbreite zwischen € 170 Mio. und € 190 Mio. Ebenso wird für 2017 eine deutliche Verbesserung des Konzerngewinns erwartet.

PUMAs Management ist optimistisch, dass 2017 ein weiteres Jahr mit vielfältigen Möglichkeiten sein wird und PUMA gut positioniert ist, um das positive Momentum der Marke in das Jahr 2017 und darüber hinaus zu tragen.

Investitionen

Für 2017 sind Investitionen in einer Höhe von rund € 90 Mio. geplant. Der wesentliche Teil betrifft dabei Investitionen in die Infrastruktur, um die operativen Voraussetzungen für das geplante langfristige Wachstum zu schaffen, den Ausbau unserer Kernmärkte und selektive Investitionen in Einzelhandelsgeschäfte.

Grundlage für langfristiges Wachstum

Die geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsrat haben die langfristigen strategischen Prioritäten gesetzt. Die Umsetzung der Maßnahmenpläne erfolgt zielgerichtet und wertorientiert. Das Management geht davon aus, dass mit der Unternehmensstrategie „Forever Faster“ die Grundlage für eine mittel- und langfristige positive Entwicklung gegeben ist.