Unsere Ergebnisse für das Jahr 2016 zeigen, dass die Geschäftsentwicklung von PUMA an Fahrt aufgenommen hat: Wir haben im gesamten Jahr unser Augenmerk und unsere Investitionen auf Sportereignisse, Produkte und Kampagnen gerichtet, die uns unserem Ziel näherbringen, die schnellste Sportmarke der Welt zu werden. Das zurückliegende Geschäftsjahr 2016 war insbesondere durch folgende Höhepunkte gekennzeichnet: Die Fußballturniere Copa América und UEFA Euro 2016, die Olympischen Spiele in Rio und die starke Entwicklung unseres Frauensegments.

Mit Blick auf unsere fünf strategischen Prioritäten haben wir 2016 weitere Erfolge erzielt: Dazu zählen die Steigerung der Markenbegehrtheit von PUMA als schnellste Sportmarke der Welt, weitere Verbesserung unseres Produktangebots aus innovativen und kommerziell ansprechenden Produkten, die Verbesserung unserer Vertriebsqualität durch stärkeren Abverkauf, die Beschleunigung unserer Organisationsabläufe und internen Prozesse sowie die Stärkung des Frauensegments bei PUMA. All diese Prioritäten stehen im Mittelpunkt unserer Zukunftsstrategie. Wir wissen, dass wir noch vieles verbessern müssen, sind aber überzeugt, dass uns das Jahr 2016 in jedem dieser Bereiche einen bedeutenden Schritt vorangebracht hat.

Unsere Markenbegehrtheit haben wir mithilfe unserer Markenbotschafter und durch eine gezielte Kommunikation in den sozialen Medien weiter gestärkt. Wir sind stolz auf unsere langjährigen Partnerschaften mit einigen der besten Athleten der Welt – wie beispielsweise mit Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, der seit fast 15 Jahren mit PUMA zusammenarbeitet. Darüber hinaus sind wir erfolgreich neue Partnerschaften mit aufstrebenden Stars und Talenten eingegangen, die im Jahr 2016 besonders einflussreich waren. Dazu gehören der charismatische Sprinter und Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio, Andre De Grasse, das Model Cara Delevingne, der R&B-Star und Trendsetter The Weeknd und natürlich Rihanna. Während der Fußball-EM in Frankreich sorgten wir mit unseren fünf PUMA-Teams Italien, Österreich, Schweiz, Slowakei und Tschechien für eine hohe Markensichtbarkeit. Dabei trugen herausragende Spieler wie Antoine Griezmann, der zum erfolgreichsten Spieler des Turniers gewählt wurde, unsere unverwechselbaren zweifarbigen Tricks-Fußballschuhe. Unsere Marketingausgaben haben wir zu einem Großteil auf den Bereich Online und insbesondere auf die sozialen Medien verlagert. Nicht nur unsere eigenen Kanäle, sondern vor allem die unserer Markenbotschafter haben sich zur Ansprache unserer Zielgruppen als äußerst effektiv erwiesen. Darüber hinaus haben wir bei der Einführung neuer Kollektionen verstärkt auf Partnerschaften mit wichtigen Kunden gesetzt, um den Abverkauf unserer Produkte zu verbessern und unsere Marke in einem geeigneten Umfeld zu präsentieren. Der Fokus auf unsere Markenbotschafter und soziale Medien sowie die enge Einbindung unserer Handelspartner sind weiterhin wesentlicher Bestandteil unserer Markenstrategie.

Unser Produktangebot haben wir 2016 um mehrere neue wichtige Produkteinführungen und Kollektionen erweitert. Mit seiner unverwechselbaren Silhouette und kompromisslosen Leistungsmerkmalen traf der PUMA FIERCE in der Öffentlichkeit und im Handel auf Anhieb auf sehr positive Resonanz. Zu unseren Schlüsselprodukten im Segment Schuhe gehörten außerdem der IGNITE Dual und der IGNITE Evoknit mit innovativem mittelhohem Schaft, dem ersten Modell unserer Street Running-Kampagne. Unsere FENTY-Kollektion, die Textilien und Schuhe umfasst, wurde von den Medien, dem Einzelhandel und unseren Kunden sehr gut aufgenommen. Einige Modelle wie der FENTY Creeper und der Leadcat waren innerhalb von Stunden oder sogar Minuten ausverkauft. Unsere Einzelhändler sowie unabhängige Marktforscher bestätigen, dass wir in den meisten Vertriebsgebieten und den meisten Distributionskanälen Marktanteile dazugewonnen haben, was zeigt, dass PUMA-Produkte bei den Verbrauchern wieder Anklang finden.

Im Hinblick auf die Verbesserung der Vertriebsqualität haben wir unsere Beziehungen mit wichtigen strategischen Kunden weiter vertieft und neue Initiativen mit führenden Einzelhändlern in traditionellen und wachsenden Märkten aufgebaut. Eines der besten Beispiele dafür ist unsere langjährige Partnerschaft mit Foot Locker in Nordamerika. Seit einigen Jahren betreiben wir unser gemeinsam entwickeltes Einzelhandelskonzept „PUMA Lab“. Dies hat zu wachsenden Verkaufszahlen über die Filialen mit „PUMA Lab“-Flächen hinaus geführt: So haben sich bei SIX:02, einer ausschließlich auf Damenmode spezialisierten Ladenkette von Foot Locker, die Umsätze von PUMA mehr als verdoppelt. Auch bei anderen Kunden in den USA verzeichnen wir wachsenden Zuspruch und konnten darüber hinaus in vielen Märkten Europas wieder zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. In China haben unsere Partner wie Belle und die YY-Gruppe im Jahr 2016 rund 200 zusätzliche Einzelhandelsgeschäfte für PUMA geöffnet. Die eigenen Einzelhandelsaktivitäten von PUMA entwickelten sich im gesamten Jahr auf der Grundlage eines gesunden flächenbereinigten Umsatzwachstums, einer erhöhten Anzahl von eigenen Einzelhandelsgeschäften sowie bedeutenden Impulsen in unserem E-Commerce-Geschäft sehr stark. Das Management unseres E-Commerce-Geschäfts haben wir 2016 in unsere Konzernzentrale nach Herzogenaurach verlagert. Wir haben außerdem die weltweite Einführung unseres „Forever Faster“-Ladenkonzepts fortgesetzt, das zu dieser positiven Entwicklung beitrug. An diese Dynamik bei unseren Kunden sowie in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften weltweit werden wir auch 2017 weiter anknüpfen.

Dank der kontinuierlichen Verbesserungen unserer Systeme, Prozesse und der gesamten Organisationsstruktur in den letzten zwei Jahren konnten wir die Flexibilität unserer Lieferkette im Jahr 2016 erneut steigern. Weitere Neuerungen mit dem Ziel einer verbesserten und standardisierten globalen IT-Basis für schnellere und bessere Kommunikation und einen schnelleren und besseren Informationsaustausch sind die Grundlage um die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu stärken und zu verbessern. Mehr Nähe zu unseren Lieferanten durch die Verlagerung von Mitarbeitern in so genannte Product Operation Centers („POC“), eine erhöhte lokale Produktion für den Vertrieb vor Ort („local-for-local“) in Ländern wie Indien und Mexiko sowie die Umsetzung einer neuen, hochautomatisierten Hochregallagerlösung in den Vereinigten Staaten werden für schnellere Durchlaufzeiten in den wichtigsten Märkten sorgen und es uns ermöglichen, einen weiteren Schritt in Richtung unseres Unternehmensleitbilds „Forever Faster“ zu vollziehen.

Ein Bereich, der sich für uns 2016 sehr erfolgreich entwickelt hat und der für uns auch weiterhin ein besonderer Schwerpunkt sein wird, ist unser Frauensegment. Wir konnten PUMA dank unserer modischen Kompetenz und Authentizität als Sportmarke sowie eines tiefgreifenden Verständnisses der sportlichen Kundin von heute erfolgreich als begehrte Marke für Frauen positionieren. Frauen nehmen nicht nur zunehmend an sportlichen Aktivitäten weltweit teil, sondern sie lassen sich auch für ihre Alltagsmode von Sportbekleidung inspirieren. Im Jahr 2016 hat PUMA erfolgreich Kollektionen in dem Segment eingeführt, in dem die Bereiche Sport und Mode ineinander übergehen. Mit unserer „DO YOU“-Kampagne wollen wir Frauen auf der ganzen Welt dazu animieren, selbstbewusst zu sein und definieren damit unsere Botschaft an unsere weiblichen Kunden. Außerdem arbeiten wir mit einer Reihe von starken weiblichen Markenbotschaftern wie Rihanna, Kylie Jenner, dem New York City Ballet und Cara Delevingne zusammen, um eine überzeugende Botschaft zu vermitteln. Die Reaktionen auf unsere Laufstegpräsentationen von FENTY PUMA by Rihanna während der Modewochen in New York und Paris waren äußerst positiv und haben in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit erzielt. Unsere exklusiven Damenkollektionen zählen im Handel und bei Kunden weltweit zu den am meisten nachgefragten Designs. Nicht nur haben viele große Einzelhändler zusätzlichen Platz für unsere Kollektionen geschaffen, der Erfolg unserer Kollektionen für Frauen hat auch bei vielen Handelspartnern zu einer erhöhten Markenpräsenz für unsere Herren- und Kinderkollektionen geführt.

Soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit gehört zu den zentralen Werten von PUMA. Wir definieren Nachhaltigkeit anhand unseres „Forever Faster“- Leitbilds. „Forever“ bedeutet für uns, dass wir den gegenwärtigen Bedürfnissen Rechnung tragen, ohne zukünftige Bedürfnisse zu gefährden – und „Faster“ heißt für uns, dass wir schneller auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Anforderungen und Herausforderungen reagieren. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst zehn Prioritäten, die unsere so genannten 10FOR20-Nachhaltigkeitsziele beschreiben. Im Zuge unserer Zielsetzung, zur schnellsten Sportmarke weltweit zu werden, übernehmen wir die Verantwortung dafür, dass unsere Produkte unter angemessenen Arbeitsbedingungen hergestellt und von Zulieferern produziert werden, die die Menschenrechte respektieren und die Umwelt schützen.

Vor dem Hintergrund unseres Leitbilds, die schnellste Sportmarke der Welt zu sein, bietet PUMA ein attraktives Produktangebot an Schuhen, Textilien und Accessoires in den Kategorien Performance und Sportstyle. 2016 haben wir uns zum Ziel gesetzt, dieses Angebot weiter zu optimieren: Dazu zählen ein klareres Design durch die Reduzierung und Vereinheitlichung von Farben und Materialkomponenten, innovativere Technologien und kommerziellere Produkte. Die positive Resonanz unserer Handelspartner und der gestiegene Abverkauf unserer Produkte im zurückliegenden Jahr zeigen, dass diese Verbesserungen von unseren Kunden gut angenommen werden. Leichtigkeit, Kraft, Komfort und Dynamik zählen dabei zu den wichtigsten Attributen unserer Produktkonzepte im Bereich Performance wie unter anderem am Beispiel unserer erfolgreichen IGNITE-Serie im Bereich Running oder unserer Fußballprodukte deutlich wird. Unsere Sportstyle-Kollektionen sind ausnahmslos von unseren Wurzeln im Sport inspiriert und verbinden diese mit modischen Trends für einen sportiven Lifestyle. Unter der Leitung unseres globalen Kreativdirektors Torsten Hochstetter stellen wir durch die Organisation unserer Produktverantwortung innerhalb von globalen Geschäftsbereichen und regionalen Designcentern eine übergreifende Designsprache bei all unseren Kollektionen sicher.

2016 stand unser Produktangebot im Bereich Performance ganz im Zeichen der großen Sportereignisse von der Copa América und der Europameisterschaft im Fußball bis hin zu den Olympischen Sommerspielen in Rio. Sie boten PUMA die perfekte Bühne, um sich als innovative und design-orientierte Sportmarke zu präsentieren. Bei der EM in Frankreich haben wir mit unseren fünf teilnehmenden Mannschaften in ihren mit PUMAs innovativer ACTV Thermo-R-Technologie ausgestatteten Trikots eine hohe Sichtbarkeit erzielt. Neben zahlreichen weiteren Einzelspielern in PUMA-Schuhen bescherte vor allem Frankreichs Antoine Griezmann unserer Marke hohe Aufmerksamkeit: Er wurde von der UEFA als „Spieler des Turniers“ ausgezeichnet und erzielte als bester Torschütze der EM sechs Tore in PUMAs zweifarbigen Tricks-Schuhen.

Einen ISPO AWARD 2016 in der Kategorie Performance-Textilien für Oberbekleidung („Apparel Performance Products Outer Layer“) hat PUMA ebenfalls für ein Fußball-Produkt erhalten: Unsere evoTRG Vent Jacke mit dynamischer Temperaturregulierung verfügt über ergonomisch platzierte Einsätze, die sich an die Bewegungen beim Fußballspielen anpassen: Die Einsätze öffnen sich bei Bewegung, um die Spieler zu kühlen, und verschließen sich wieder in Ruhephasen, um die Spieler warmzuhalten.

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen PUMA-Athleten insgesamt zehn Gold-, fünf Silber und neun Bronzemedaillen gewannen, waren ebenfalls eine perfekte Gelegenheit, um unsere Produkte und die Glaubwürdigkeit als Sportmarke unter Beweis zu stellen. Als Ausrüster für die gesamte Wettkampf- und Trainingsbekleidung der Karibiknationen Jamaika, Kuba, Grenada, Dominikanische Republik, Bahamas und Barbados sowie weiterer Verbände wie der Schweiz konnten wir uns – angeführt vom schnellsten Mann der Welt, Usain Bolt, und seinen drei in Rio gewonnenen Goldmedaillen über 100, 200 und 4×100 Meter – erneut als derjenige Ausrüster präsentieren, der im Sport für Schnelligkeit steht wie kein anderer.

Zu den weiteren Höhepunkten unseres Produktsortiments im Bereich Running und Training zählte unter anderem unsere erfolgreiche IGNITE-Serie mit dem IGNITE Dual für die Herbst/Winter-Saison. Dank seiner innovativen Sohlenkonstruktion und dem bewährten IGNITE-Schaum bietet er insbesondere für Mittel- und Langstreckenläufer eine ideale Mischung aus flexiblem Halt und guter Dämpfung. Im Bereich Textilien konnten wir unsere Kunden mit kräftigen Farben und reduzierten Designs überzeugen und damit zu einem dynamischen Look beim Sport verhelfen.

Im Bereich Motorsport hat PUMA mit dem metallisch-silbernen Schuh BMW X-CAT DISC sein neuestes Modell aus der DISC-Familie vorgestellt. Dieser markante Schuh ist ein weiteres Beispiel unserer wieder eingeführten DISC-Technologie, die durch ein ursprünglich bereits 1991 entwickeltes intelligentes Verschlusssystem optimalen und bequemen Halt gewährt. In der Formel 1 dominierten 2016 die von PUMA ausgerüsteten Teams MERCEDES AMG Petronas, Scuderia Ferrari und Red Bull Racing und belegten in einer äußerst erfolgreichen Saison die vordersten Plätze in der Fahrer- und Konstrukteurswertung.

Besonders erfreut hat uns der anhaltende Erfolg unserer Produktkonzepte für Frauen im zurückliegenden Geschäftsjahr. Indem wir im Sinne unseres Leitgedankens „The future is female“ seit rund zwei Jahren unser Sortiment für Frauen konsequent ausbauen, haben wir auch 2016 insbesondere im Bereich Sportstyle große Erfolge verzeichnen können. Die überwältigenden Reaktionen auf unsere „FENTY PUMA by Rihanna“-Modenschau im Rahmen der New Yorker Fashion Week im Februar haben beispielsweise die weiteren Markteinführungen der FENTY-Schuhkollektionen beflügelt. Der FENTY Trainer und das Modell CREEPER, das in neuen Farben erschienen ist, waren bereits innerhalb weniger Tage ausverkauft, die Sandale Fur Slide sogar nach wenigen Stunden oder Minuten. Im Rahmen unserer Partnerschaft mit Kylie Jenner, die einen großen Einfluss auf junge Frauen in den USA hat und neue Markenbotschafterin von PUMA ist, haben wir eine weitere revolutionäre Silhouette auf den Markt gebracht – den Trainings-Schuh FIERCE.

Nachdem wir im September unsere erste und lang erwartete „FENTY PUMA by Rihanna“-Kollektion für die Saison Herbst/Winter auf den Markt gebracht haben, stellte Rihanna nur kurze Zeit später ihre Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2017 auf der Pariser Fashion Week vor. Diese zweite Kollektion ist vom Frankreich des 18. Jahrhunderts inspiriert und kombiniert Einflüsse aus der Zeit von Ludwig XVI. mit modernem Streetstyle-Look. Unser Frauensegment haben wir außerdem durch die Kampagne „DO YOU“ weiter gestärkt, mit der wir Frauen weltweit inspirieren wollen, selbstbewusst zu sein. Im Mittelpunkt der Kampagne steht Cara Delevingne, internationales Model, Schauspielerin und Aktivistin, die PUMAs wachsende Zahl von einflussreichen Markenbotschafterinnen ergänzt. „DO YOU“ steht für ein kategorienübergreifendes Angebot aus den Bereichen Running und Training sowie unserem Sportstyle-Sortiment.

PUMA erforscht laufend neue Technologien und entwickelt ständig neue Produkte, die den hohen Ansprüchen der Leistungssportler und Konsumenten an Design, Qualität, technische Eigenschaften und Tragekomfort Rechnung tragen.

Forschung und Produktentwicklung bei PUMA umfasst hauptsächlich die Bereiche Innovation (neue Technologien), Produktdesign sowie Modell- und Kollektionsentwicklung. Die Forschungs- und Produktentwicklungsaktivitäten reichen von der Analyse wissenschaftlicher Untersuchungen und Kundenbefragungen, über die Generierung von kreativen Ideen, bis zur Umsetzung der Innovationen in kommerzielle Produkte. Die Aktivitäten in der Forschung und Produktentwicklung sind unmittelbar an die Beschaffungsaktivitäten angebunden.

Im Bereich Forschung und Produktentwicklung waren zum 31. Dezember 2016 insgesamt 525 Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufwendungen für Forschung und Produktentwicklung betrugen in 2016 insgesamt € 52,0 Mio.

Die Beschaffungsorganisation

Unter Beschaffung wird die zentrale Steuerung des Einkaufs von Produkten für PUMA und die konzerneigene Marke COBRA verstanden. Alle notwendigen Beschaffungsfunktionen sind im Konzern unter PUMA Group Sourcing zusammengefasst.

Hauptverantwortliche Konzerngesellschaft für das PUMA Group Sourcing ist die PUMA International Trading GmbH (PIT), PUMAs global fungierende Handelsgesellschaft mit Sitz in Herzogenaurach (Deutschland). Die PIT koordiniert die Produktbeschaffung von unabhängigen Herstellern, indem sie Produkte selbst von den Herstellern bezieht und an PUMA-Vertriebstochtergesellschaften weiterverkauft oder PUMA-Vertriebstochtergesellschaften direkt bei der lokalen Beschaffung von Produkten über lokale Hersteller unterstützt. Darüber hinaus koordiniert die PIT über Service-Gesellschaften in Hong Kong die Zusammenarbeit mit Lieferanten weltweit und überwacht zudem die Produktionsprozesse vor Ort an den Beschaffungsstandorten in China, Vietnam, Bangladesch, Indien, Türkei, Südafrika, Brasilien und Mexiko. Zusätzlich ist bei der PIT das Hedging zentralisiert. Die zentrale Steuerung der dargestellten Abläufe garantiert einen hohen Grad an Transparenz innerhalb der Lieferkette und reduziert die Komplexität der Beschaffung.

Gemäß dem Ziel Service auf hohem Niveau für alle PUMA-Marken anzubieten und eine nachhaltige Produktions- und Lieferkette zu gestalten, werden Prozesse der PUMA Group Sourcing unter den sechs Kernprinzipien Partnerschaft, Transparenz, Flexibilität, Schnelligkeit, Einfachheit und Effektivität kontinuierlich verbessert. Um die Verbindung zwischen Kundenwünschen, Produktdesign und Produktion weiter zu stärken, wird Produktwissen näher an die Produktion verlagert und damit eine schnellere Anpassung an Marktentwicklungen gewährleistet. Mithilfe des weltweiten Produktionsnetzwerks von PUMA Group Sourcing, das schwerpunktmäßig durch die PIT wahrgenommen wird, wird die Versorgungskette mit unabhängigen Herstellern vom Materialeinkauf über die Herstellung bis hin zur Auslieferung der Produkte optimiert. Ziel ist es, den PUMA-Marken optimalen Service zu bieten, um die weltweiten Anforderungen an Qualität und Sicherheit sowie Umweltaspekte und soziale Aspekte in der Produktion zu erfüllen und weiter zu verbessern. Gleichzeitig werden durch die zentrale Beschaffungsverantwortung kontinuierlich Verbesserungen hinsichtlich der Beschaffungskosten, der Beschaffungsflexibilität sowie der notwendigen Lieferzuverlässigkeit erzielt.

2016 erfolgte die Integration von PUMAs Nachhaltigkeitsfunktion (Abteilung Corporate Sustainability, vormals PUMA Safe) in die PUMA Group Sourcing-Organisation. Dadurch werden soziale und ökologische Themen sowie Standards der guten Unternehmensführung in die alltäglichen Beschaffungsaktivitäten eingebunden. Die Einhaltung der PUMA eigenen sowie der gesetzlichen Standards wird insbesondere durch die von der PIT gesteuerten Service-Gesellschaften in Hong Kong wahrgenommen.

Die Beschaffungsmärkte

Im Geschäftsjahr 2016 hat PUMA Group Sourcing über die PIT mit 163 Lieferanten in 34 Ländern zusammengearbeitet. Die strategische Zusammenarbeit mit langfristigen Partnern war 2016 einer der wesentlichen Wettbewerbsvorteile, um eine stabile Beschaffung in einem unruhigen Marktumfeld sicherzustellen. Der Trend einer Verschiebung von China nach Vietnam als Hauptproduktionsland hat sich 2016 weiter fortgesetzt.

Insgesamt bleibt Asien mit 89% am Gesamtvolumen die stärkste Einkaufsregion, gefolgt von Europa mit 6%, Amerika mit 4% und Afrika mit 1%.

Dementsprechend liegen die sechs wichtigsten Beschaffungsländer (85% des Gesamtvolumens) alle auf dem asiatischen Kontinent. Vietnam war 2016 zum wiederholten Mal das stärkste Produktionsland mit insgesamt 32%, einem Wachstum von 4%-Punkten zum Vorjahr. China folgt mit 23%, reduziert um 3%-Punkte gegenüber 2015. Kambodscha steht an dritter Stelle mit 12%. Bangladesch mit Schwerpunkt auf Textilien liegt auf Rang vier und steuert 10% bei. Indonesien mit Schwerpunkt auf Schuhproduktion stellt 5% des Gesamtvolumens und steht an fünfter Stelle. Auf Rang sechs folgt Indien mit 3%.

Steigende Lohnkosten und makroökonomische Einflüsse haben 2016 die Beschaffungsmärkte beeinträchtigt. Dadurch steigt die Notwendigkeit, die Risiken dieser Einflussfaktoren in der Produktionsallokation zu berücksichtigen. Dies ist ein entscheidender Bestandteil unserer Beschaffungsstrategie, um die sichere und wettbewerbsfähige Beschaffung von Produkten zu gewährleisten.

Mitarbeiterzahl

Die weltweite Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt lag 2016 bei 11.128 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber 10.988 im Vorjahr. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der höheren Anzahl eigener Retailgeschäfte.

Der Personalaufwand ist 2016 insgesamt um 1,9% von € 483,8 Mio. auf € 493,1 Mio. angestiegen. Im Durchschnitt lag der Personalaufwand pro Mitarbeiter bei T€ 44,3 gegenüber T€ 44,0 im Vorjahr

Zum 31. Dezember 2016 lag die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei 11.495 gegenüber 11.351 im Vorjahr.

Im Bereich Marketing/Retail erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl um 3,4% auf 5.668 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Bereich Vertrieb blieb die Mitarbeiterzahl mit 2.241 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitestgehend stabil. Die Mitarbeiterzahl im Bereich Produktmanagement/Merchandising erhöhte sich um 6,3% auf 364 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, während sich die Mitarbeiterzahl in den Verwaltungs- und allgemeinen Bereichen um 1,9% auf 2.698 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verringerte. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Mitarbeiterzahl mit 525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitestgehend stabil geblieben.

Talentgewinnung und -entwicklung

Unser Erfolg hängt in hohem Maße von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Um unsere Stellung am Markt zu sichern und auszubauen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir über hoch qualifiziertes und motiviertes Personal verfügen. Unsere Rekrutierungsstrategie ermöglicht es, externe Talente zielgruppengerecht über verschiedene Kanäle zu rekrutieren und damit unsere Belegschaft zu verstärken.

Unser globales Performance-Management-System People@PUMA beinhaltet neben der Leistungsbeurteilung und Zielvereinbarung auch das Talentmanagement und eine systematische Nachfolgeplanung. Im Rahmen von People@PUMA werden die jährlichen Mitarbeitergespräche durchgeführt und die im Unternehmen vorhandenen Talente identifiziert. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Mitarbeiter individuell – auch im internationalen Umfeld – zu entwickeln und gleichzeitig erfolgreich und nachhaltig an unser Unternehmen zu binden. Dadurch zeigen wir, dass wir unsere Mitarbeiter als wichtigen Erfolgsfaktor betrachten. Die langfristige Bindung motivierter und leistungsfähiger Mitarbeiter ist ein Kernelement der heutigen Wettbewerbsfähigkeit und gewährleistet, dass wir uns sowohl als Unternehmen als auch als Arbeitgeber in unserem dynamischen Umfeld behaupten können und den Veränderungen des Marktes Rechnung tragen.

Die ständige fachliche und individuelle Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter stellt darüber hinaus sicher, dass unsere Belegschaft über die erforderlichen Kompetenzen verfügt, die kontinuierliches Wachstum und Marktkompetenz gewährleisten. Um Talenten aller Ebenen adäquate Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, wird neben dem Angebot an unterschiedlichen Ausbildungs- und dualen Studiengängen auch die systematische Weiterbildung der Fach- und Führungskräfte gefördert. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres PUMA-Trainingsangebotes stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiter jederzeit umfassende und vielfältige Möglichkeiten haben, ihre Qualifikationen zu erweitern und bestehende Kompetenzen auszubauen bzw. neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies dient sowohl der Erreichung persönlicher Ziele der Mitarbeiter als auch den Unternehmenszielen. Neben einem Trainingskatalog mit einem breitgefächerten Angebot von Schulungen und Workshops werden auch ganze Seminarreihen angeboten, um die Mitarbeiter und Führungskräfte über einen längeren Zeitraum zu entwickeln und ihnen die Möglichkeit zu geben, das neu erlernte Wissen zwischen den einzelnen Modulen in der Praxis anzuwenden und anschließend mit den anderen Seminarteilnehmern zu diskutieren. So wurde beispielsweise unser internes, aus mehreren Modulen bestehendes Führungskräfte-Trainings-Programm ILP (International Leadership Programm) auch in diesem Jahr inhaltlich weiterentwickelt und weltweit erfolgreich weitergeführt. Zusätzlich wurde mit Speed Up² ein neues Training entwickelt, das unsere Top-Talente dabei unterstützen wird, den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu erreichen. Die Teilnehmer für das Programm werden von einem Panel bestehend aus Führungskräften und Verantwortlichen aus dem Personalwesen ausgewählt und erhalten einen persönlichen Mentor. Das erste Modul von Speed Up² fand im November statt

Vergütung

Wir bei PUMA bieten unseren Mitarbeitern ein zielgerichtetes und konkurrenzfähiges Vergütungssystem, das aus mehreren Komponenten besteht. Neben einem fixen Basisgehalt tragen das PUMA-Bonussystem, Gewinnbeteiligungsprogramme sowie diverse Sozialleistungen und immaterielle Vergünstigungen zu einem leistungsgerechten Vergütungssystem bei. Für die obere Managementebene bieten wir außerdem langfristige Anreizprogramme an, die nachhaltige Geschäftsergebnisse honorieren.

Wir nutzen verschiedene Kennzahlen zur Steuerung unserer Leistung im Hinblick auf unsere obersten Unternehmensziele. Im finanzbezogenen Bereich haben wir als zentrale Ziele Wachstum und Profitabilität definiert. Daher konzentrieren wir uns auf die Verbesserung von Umsatz, Rohertragsmarge und operativem Ergebnis (EBIT). Diese stellen die finanziellen Steuerungsgrößen von wesentlicher Bedeutung dar. Darüber hinaus streben wir eine Minimierung des Working Capital und eine Verbesserung des Freien Cashflows an. Das Planungs- und Steuerungssystem unseres Konzerns ist darauf angelegt, eine Vielzahl von Instrumenten bereitzustellen, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und daraus künftige Strategie- und Investitionsentscheidungen abzuleiten. Dazu erfolgen eine kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Finanzkennzahlen des PUMA-Konzerns sowie ein monatlicher Vergleich mit den Budgetzielen. Zielabweichungen werden detailliert analysiert und bei negativen Abweichungen entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen.

Die Veränderung der Umsatzerlöse wird auch durch Währungseffekte beeinflusst. Daher geben wir, um entscheidungsrelevante Informationen zur Beurteilung der Umsatzlage zu vermitteln, neben 
den Umsätzen in der Berichtswährung Euro auch die um Währungseffekte bereinigte Umsatzveränderung an. Die währungsbereinigten Umsatzgrößen dienen Vergleichszwecken und ergeben sich, wenn die Vorjahresbeträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Fremdwährungsabschlüsse nicht mit den Durchschnittskursen des Vorjahres, sondern mit den entsprechenden Durchschnittskursen des aktuellen Berichtjahres umgerechnet werden. Dabei sind währungsbereinigte Kennzahlen nicht als Ersatz oder höherwertige Finanzkennzahlen, sondern stets als Zusatzinformation anzusehen.

Wir nutzen die Kennzahl Freier Cashflow, um die Finanzmittelveränderung nach Abzug aller Aufwendungen, die zur organischen Erhaltung oder Erweiterung des PUMA-Konzerns getätigt wurden, zu ermitteln. Der Freie Cashflow berechnet sich aus den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit. Darüber hinaus nutzen wir die Kennzahl Freier Cashflow vor Akquisitionen, welche aufbauend auf dem Freien Cashflow eine Bereinigung um Auszahlungen, die in Zusammenhang mit Beteiligungen stehen, vornimmt.

Zur Beurteilung der Finanzlage verwenden wir die Kennzahl Working Capital. Im Deutschen oft als Betriebskapital bezeichnet, handelt es sich dabei um die Differenz aus den kurzfristigen Vermögenswerten, insbesondere den Vorräten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Beträge, die im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit stehen, sind im Working Capital nicht enthalten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren haben bei PUMA nur eine untergeordnete Bedeutung als Steuerungsgrößen.