Der Jahresabschluss der PUMA SE wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die PUMA SE ist die Muttergesellschaft des PUMA-Konzerns. Die Ergebnisse der PUMA SE sind in erheblichem Maße von den direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der PUMA SE unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des PUMA-Konzerns.

Die PUMA SE ist für das Großhandelsgeschäft der Region DACH, bestehend aus dem Heimatmarkt Deutschland, Österreich und der Schweiz, verantwortlich. Darüber hinaus obliegt der PUMA SE auch die Betreuung globaler Distributoren im Bereich Motorsport, der paneuropäische Vertrieb für einzelne Großkunden und die Beschaffung von Produkten aus europäischen Produktionsländern sowie die weltweite Lizenzverwaltung. Weiterhin fungiert die PUMA SE als Holding innerhalb der PUMA-Gruppe und ist als solche für einen Teil der internationalen Produktentwicklung, für Marketing und auch für die Bereiche Finanzen, Operations sowie die strategische Ausrichtung von PUMA verantwortlich.

Die Umsatzerlöse (einschließlich Lizenz- und Provisionserträge) stiegen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt um 24,1% auf € 540,3 Mio. Der Anstieg resultierte aus gestiegenen Umsätzen in der Region DACH sowie höheren Lizenz- und Provisionserträgen. Die Produktverkäufe in der Region DACH erhöhten sich um 15,8% auf € 150,6 Mio. Insgesamt stiegen die Umsätze der PUMA SE aus Produktverkäufen um 20,0% auf € 224,1 Mio. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen Lizenz- und Provisionserträge stiegen um 14,6% auf €281,5 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in 2016 € 57,4 Mio. (Vorjahr: €139,7 Mio.). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit niedrigeren Währungskursgewinnen und der vorstehend erwähnten BilRUG-Umgliederung.

Die Summe der Aufwendungen aus Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderte sich kaum gegenüber dem Vorjahr (2016: Summe € 660,8 Mio.; Vorjahr: € 663,8 Mio.). Während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten, erhöhten sich der Materialaufwand aufgrund der gestiegenen Umsätze und der Personalaufwand aufgrund der höheren Mitarbeiteranzahl.

Das Finanzergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 25,9% auf € 145,3 Mio., da im Vorjahr Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von € 107,6 Mio. im Zusammenhang mit einer einmaligen Kapitalmaßnahme bei der PUMA Sprint GmbH enthalten waren. Ohne diesen Effekt im Vorjahr verbesserte sich das Finanzergebnis in 2016 im Wesentlichen aufgrund der höheren Gewinnabführung der PUMA International Trading GmbH.

Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich um 23,6% von € 107,6 Mio. auf € 82,2 Mio. Der Rückgang der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierte unter anderem aus der Anpassung von Steuerrückstellungen nach Beendigung der Betriebsprüfung für die Jahre 2007 bis 2011. Der Jahresüberschuss belief sich auf € 78,7 Mio. gegenüber €81,1 Mio. im Vorjahr.

Während der Neubau unseres Verwaltungsgebäudes sowie der Erwerb unserer Beteiligung an Genesis Group International im Wesentlichen das Anlagevermögen erhöht haben, führten Wertberichtigungen auf und Abgänge von Beteiligungen an Tochtergesellschaften insgesamt zu einem leichten Rückgang.

Im Umlaufvermögen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens die Vorräte um 15,9% auf € 50,2 Mio. Demgegenüber stand ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses um 15,0% auf € 547,8 Mio. Das entspricht einer Verbesserung der Eigenkapitalquote von 40,4% auf 47,3%. Der Rückgang der Rückstellungen resultierte insbesondere aus der Anpassung von Steuerrückstellungen nach Beendigung der Betriebsprüfung für die Jahre 2007 bis 2011. Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten, die bei dem Mehrheitsaktionär Kering bestanden.

Die positive Entwicklung beim Working Capital trug maßgeblich zur Verbesserung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei. Während im Vorjahr bei der Veränderung im Betriebsvermögen ein Mittelabfluss von € 37,0 Mio. verzeichnet wurde, ergab sich in 2016 ein Mittelzufluss von € 49,7 Mio. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich von € -100,2 Mio. auf € -63,0 Mio. Der Rückgang stand in Verbindung mit einem niedrigeren Kapitalbedarf unserer Tochtergesellschaften. Daraus ergab sich insgesamt eine deutliche Verbesserung des freien Cashflows von € -232,7 Mio. im Vorjahr auf € -84,3 Mio. in 2016.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war in 2016 ein Mittelzufluss von € 109,8 Mio. (Vorjahr: € 221,3 Mio.) und resultierte aus dem Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Dies führte insgesamt zu einer Erhöhung der Flüssigen Mittel von € 47,6 Mio. auf € 73,1 Mio. Darüber hinaus stehen der PUMA SE diverse Kreditlinien zur Finanzierung zur Verfügung. Die Kreditlinien betragen zum 31. Dezember 2016 insgesamt € 309,0 Mio. und waren mit € 19,0 Mio. in Anspruch genommen.

Ausblick

Die PUMA SE erwartet für das Geschäftsjahr 2017 in Bezug auf Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zu 2016.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Am Schluss des Abhängigkeitsberichts der geschäftsführenden Direktoren für das Geschäftsjahr 2016 wurde folgende Erklärung abgegeben: „Nach den Umständen, die den geschäftsführenden Direktoren zum Zeitpunkt, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die PUMA SE in jedem Fall angemessene Gegenleistungen erhalten. Berichtspflichtige getroffene Maßnahmen bzw. berichtspflichtige unterlassene Maßnahmen lagen im Berichtszeitraum nicht vor.“