2016 blickt PUMA auf ein Jahr großer Sportereignisse zurück: Die Copa América, die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in Rio waren ideale Plattformen, um PUMA als innovative und design-orientierte Sportmarke zu präsentieren und im Sinne unseres Markenleitbilds „Forever Faster“ in Szene zu setzen. Die steigenden Abverkäufe unserer Produkte im Handel und das wachsende Interesse der Konsumenten an unserer Marke unterstreichen, dass wir unser 
Produktangebot erfolgreich verbessert haben und große Fortschritte darin erzielen konnten, unsere Markenbegehrtheit weiter zu steigern. Dies zeigen auch die positiven Reaktionen unserer Handelspartner, mit denen wir auch 2016 wieder intensiv zusammen daran gearbeitet haben, unsere Marke und Produkte im Handel noch besser zu platzieren. Durch neue Produktlinien wie Fierce, Platform, IGNITE Dual und die von Rihanna entworfenen FENTY-Kollektionen konnten wir eine sehr positive Resonanz bei den Konsumenten erzielen. In Kombination mit einem erfolgreichen Marketing mit Markenbotschaftern wie Rihanna, Kylie Jenner und Cara Delevingne und nicht zuletzt durch die herausragenden Leistungen von Usain Bolt, ist es PUMA gelungen, 2016 zu einem Jahr des positiven „Momentums“ werden zu lassen.

Im Bereich Teamsport bot die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich die perfekte Bühne für PUMA, um sich als innovative und designorientierte Sportmarke zu präsentieren. Mit einer Markenpräsenz in fast 40 Prozent aller Spiele erzielten PUMAs fünf EM-Mannschaften in ihren Trikots mit ACTV Thermo-R-Technologie eine hohe Sichtbarkeit. Für einen Höhepunkt bei der EM sorgte Frankreichs Antoine Griezmann, der von der UEFA als „Spieler des Turniers“ ausgezeichnet wurde und mit seinen sechs Treffern in PUMAs zweifarbigen Tricks-Schuhen zum besten EM-Torschützen avancierte. In der englischen Premier League gelang Leicester City bereits vor der EM als erste PUMA-Mannschaft und noch dazu als krasser Außenseiter der Gewinn der Meisterschaft – gefolgt von PUMA-Team Arsenal London auf Rang zwei.

Unsere Kategorie Running und Training profitierte unter anderem vom großen Erfolg unserer Athleten und Verbände bei den Olympischen Sommerspielen in Rio. PUMA-Sprintstar Usain Bolt gewann Goldmedaillen in allen drei Sprintwettbewerben. Insgesamt erzielten die von PUMA ausgestatteten Olympiamannschaften Jamaika, Bahamas, Kuba und Grenada sowie die von PUMA ausgestatteten Leichtathletik-Teams Schweiz, Dominikanische Republik und Barbados zehn Gold-, fünf Silber- und neun Bronzemedaillen. Ein Höhepunkt in unserer Running-Kategorie war außerdem die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Laufschuhtechnologie IGNITE in verschiedenen Modellen.

In der Kategorie Motorsport wurde Nico Rosberg nach einem packenden WM-Finale zum ersten Mal in seiner Karriere Formel 1-Weltmeister. Der von uns ausgerüstete Formel 1-Rennstall MERCEDES AMG PETRONAS gewann außerdem zum dritten Mal in Folge die Konstrukteurs-Meisterschaft. Unser Geschäftsbereich Golf profitierte erneut von den guten Leistungen unserer zahlreichen Top-Spieler rund um Rickie Fowler und Lexi Thompson. Mit der Einführung neuer KING F7-Driver mit ultraleichten GPS-Sensoren im Griff revolutioniert PUMA das Golfspiel und ermöglicht Spielern eine umfassende Analyse ihres Golfspiels auf dem Smartphone.

Vor dem Hintergrund unseres Mottos „The future is female“ haben wir 2016 unseren strategischen Fokus auf die weibliche Zielgruppe weiter geschärft. Ein Schlüsselelement in dieser Strategie ist unsere Partnerschaft mit Rihanna als Markenbotschafterin und Kreativdirektorin. Mit ihrem intuitiven, individuellen Stil nimmt sie direkten Einfluss auf unsere Damenkollektionen in den Bereichen Performance und Sportstyle. Im September 2016 erfolgte die Einführung ihrer ersten PUMA-Kollektion unter ihrem FENTY-Label, die sie bereits zuvor im Februar bei der New Yorker Fashion Week erstmals präsentiert hatte. Nur kurze Zeit später stellte Rihanna ihre Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2017 im Rahmen der Pariser Fashion Week vor. Diese zweite Kollektion ist von dem Frankreich des 18. Jahrhunderts inspiriert und verbindet Einflüsse aus der Zeit von Ludwig XVI. mit modernem Streetstyle-Look.

Eine weitere Stärkung unseres Frauensegments haben wir im Rahmen unserer „DO YOU“- Kommunikations-Plattform vorgenommen. Mit dieser Kampagne, in deren Mittelpunkt Model, Schauspielerin und Aktivistin Cara Delevingne steht, inspirieren wir Frauen weltweit, selbstbewusst zu sein. Ein kategorienübergreifendes Angebot aus den Bereichen Running und Training sowie unserem Sportstyle-Sortiment wird im Rahmen von „DO YOU“ beworben.

Um die Qualität unserer Umsätze zu verbessern und den Abverkauf zu steigern, haben wir weiter konsequent daran gearbeitet, die Beziehungen mit unseren strategischen Handelspartnern zu stärken. Darüber hinaus haben wir neue Initiativen und Kundenbeziehungen mit wichtigen Einzelhandelsunternehmen in traditionellen und wachsenden Märkten aufgebaut. 2016 haben wir beispielsweise unsere langjährige Beziehung mit Foot Locker in Nordamerika und das gemeinsam entwickelte Einzelhandelskonzept „PUMA Lab“ erfolgreich weitergeführt. In China haben unsere Partner im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 200 weitere PUMA-Einzelhandelsgeschäfte eröffnet. In Bezug auf unsere eigenen Einzelhandelsgeschäfte haben wir die weltweite Einführung unseres „Forever Faster“-Storekonzepts weiter fortgesetzt, um die Präsentation unserer Produkte und der dazugehörigen Technologien zu optimieren und unsere Positionierung als Sportmarke zu stärken.

Auch mit Blick auf die Vereinfachung unserer Organisationsstruktur und internen Abläufe haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Fortschritte erzielt. So hat sich beispielsweise die Flexibilität der Lieferkette durch verstärkte lokale Beschaffung („local-for-local“) verbessert. Zusätzlich wurden eigene Mitarbeiter nahe an die Produktionsstätten unserer Lieferanten verlagert, um dadurch schnellere Entscheidungen treffen und die Synergien mit unseren Lieferanten besser nutzen zu können. In Bezug auf die Optimierung im Bereich IT haben wir weiter an der Implementierung eines einheitlichen ERP-Systems gearbeitet. Zudem lag der Fokus auf der Erneuerung unserer IT-Infrastruktur sowie der Verbesserung unserer Design-, Produktentwicklungs- und Planungsprozesse. Darüber hinaus haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr damit begonnen, unsere Konzernzentrale in Herzogenaurach zu erweitern. Das neue Verwaltungsgebäude, dessen Fertigstellung für Frühjahr 2018 geplant ist, wird gegenüber des bestehenden PUMAVision Headquarters errichtet und ist ein klares Bekenntnis zum Standort Herzogenaurach.

Die positive Geschäftsentwicklung 2016 mit einem deutlich verbesserten Abverkauf unserer Produkte – sowohl im eigenen Einzelhandel als auch bei unseren Partnern und wichtigen Kunden im Großhandel – zeigt, dass sich unsere Arbeit bereits in Form von besseren Produkten, einem überzeugenderen Marketing und einer besseren Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern auszahlt. Somit sind wir unserem Ziel, die „schnellste Sportmarke der Welt zu sein“ 2016 bereits ein gutes Stück näher gekommen.

Das Umsatzwachstum von PUMA im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016 belegt, dass wir in Bezug auf die Steigerung unserer Markenbegehrtheit sowie die Verbesserung unseres Produktangebots auf einem guten Weg sind. Das Segment Schuhe war der stärkste Treiber des Wachstums innerhalb der drei Produktsegmente und verzeichnete zehn Quartale in Folge steigende Umsätze. Dementsprechend erhöhten sich die konsolidierten Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 10,2%. Damit wurde die im vorangehenden Geschäftsbericht für das Jahr 2016 in Aussicht gestellte währungsbereinigte Umsatzverbesserung im hohen einstelligen Prozentbereich sogar leicht übertroffen. In der Berichtswährung Euro entspricht dies einem Anstieg der Umsätze um 7,1% von rund €3,4 Mrd. im Vorjahr auf rund € 3,6 Mrd. im Jahr 2016. Die Rohertragsmarge verbesserte sich, trotz des stärkeren US-Dollars gegenüber einer Vielzahl an Währungen, um 20 Basispunkte auf 45,7%, da PUMA die negativen Währungskurseffekte durch selektive Preisanpassungen und Verbesserungen in der Beschaffung mehr als ausgleichen konnte. Des Weiteren hatte der gestiegene Anteil an Umsätzen durch eigene Einzelhandelsaktivitäten einen positiven Einfluss auf die Rohertragsmarge.
Der moderate Anstieg der sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen um nur 5,7% trug dazu bei, dass sich das operative Ergebnis (EBIT) im abgelaufenen Geschäftsjahr stark verbesserte und sich um 32,6% von € 96,3 Mio. auf € 127,6 Mio. erhöhte. Damit lagen auch die Rohertragsmarge, die sonstigen operativen Erträge und Aufwendungen sowie das operative Ergebnis jeweils im Rahmen beziehungsweise leicht oberhalb der Prognose. Der Konzerngewinn erhöhte sich auf €62,4 Mio. (Vorjahr: € 37,1 Mio.) und das Ergebnis je Aktie stieg auf €4,17 gegenüber €2,48 im Vorjahr.

Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung, mit einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage sowie des Freien Cashflows, schlagen die geschäftsführenden Direktoren dem Verwaltungsrat und der Hauptversammlung am 12. April 2017 vor eine Dividende in Höhe von € 0,75 je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten (Vorjahr: € 0,50).

Die PUMA-Aktie notierte am Jahresende bei € 249,65. Damit hat sich der Aktienkurs gegenüber der Vorjahresmarke von €198,65 um 25,7% erhöht. Die Marktkapitalisierung des PUMA-Konzerns ist dementsprechend auf rund € 3,7 Mrd. angestiegen (Vorjahr: € 3,0 Mrd.).

Spatenstich zum Neubau unserer Firmenzentrale im Mai 2016. Von links nach rechts: Bjørn Gulden, Walter Nussel, Lothar Matthäus, Nadine Keßler, Markus Söder, Alexander Tritthart, German Hacker